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Im Rettungsdienst kommen Sanitäterinnen und Sanitäter häufig auch mit geistig und körperlich beeinträchtigen Menschen in Kontakt. In drei einzelnen Projektwochen im Juni und Juli stand für die Auszubildenden des DRK-Bildungswerks Thüringen daher die Sensibilisierung für unterschiedliche Formen von Beeinträchtigungen im Mittelpunkt. Für jeweils einen Tag haben die jungen Menschen im Heilpädagogischen Förderbereich und der Tagesstrukturierung für Seniorinnen und Senioren des Immanuel Lebenszentrums am Eichenrain Einblicke in den Alltag und die besonderen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten gewonnen. 

Abbau von Unsicherheiten

Die schon länger bestehende Projektkooperation soll insbesondere den Abbau von Vorurteilen und Unsicherheiten sowie die Reflexion über das eigene Verhalten fördern. Und das professionelle Handeln bei Rettungsdiensteinsätzen stärken. Thematisiert wurden etwa individuelle Kommunikationsformen wie die sog. Unterstützte Kommunikation. Ebenso die Begleitung im Alltag und der Aufbau von Beziehung und Vertrauen. Auch mit den besonderen Herausforderungen im Rettungseinsatz, beispielsweise Reizverarbeitung und Routinen, haben sich die Notfallsanitäter-Auszubildenden befasst. 

Mehrere Auszubildende zum Notfallsanitäter üben bei bestem Wetter auf dem Außengelände des Immanuel Lebenszentrums am Eichenrain in Schmalkalden das Anlegen eines Verbandes gemeinsam mit einem Klienten.

Wertvoller Austausch

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler waren die Projektwochen spannend und lehrreich. Viele der im Immanuel Lebenszentrum am Eichenrain betreuten Menschen stellten Fragen und kamen mit den Nachwuchskräften ins Gespräch. Einige Schüler hatten dabei die spontane Idee, einen Erste-Hilfe-Kurs für die Klientinnen und Klienten zu starten. Dabei wurde geübt, wie man einen Verband richtig anlegt und wie man sich in Notfallsituationen verhalten sollte.

Während der Projektwochen haben die Auszubildenden auch andere Einrichtungen kennengelernt, darunter Pflegeheime und Kindertagesstätten. Nicht zuletzt steht die Projektkooperation für den wertvollen Austausch zwischen dem Immanuel Lebenszentrum am Eichenrain und Beteiligten im Gesundheits- und Rettungswesen der Region. Geplant ist noch eine Feedbackrunde mit den Auszubildenden, Lehrkräften und unseren Mitarbeitenden.